Ein dicker Hund ist nicht süß

Ja, ich weiß, die meisten sehen das anders. Leider. Ich kann an einem (deutlich) übergewichtigen Hund nichts Niedliches finden. Ich finde es sogar ziemlich empathielos, wenn Leute über einen Hund lachen, der sich offenbar mit seinem Gewicht herumplagt. Dass er weniger beweglich ist, ist offensichtlich. Dass er weniger Kondition hat als ein schlanker Hund, fällt nicht gleich auf. Die Gelenkschmerzen, die irgendwann folgen, sind von außen unsichtbar. Die Probleme beim Aufstehen werden gern übersehen oder gar belächelt.

Ich bin in einer Facebook-Gruppe zum Thema Hundeernährung und kann manchmal nur mit dem Kopf schütteln, welche Wissenschaft manche Hundehalter um die Ernährung ihrer (gesunden) Hunde machen. Hunde mit einer Erkrankung sind ein anderes Thema. Klar, hier muss man eventuell einiges beachten oder gar selbst kochen.

Aber wenn es darum geht, dass der Hund abnehmen soll, wird ein großes Trara gemacht, Futter wird abgewogen, Leckerchen ein bisschen reduziert – und doch, am Ende bleiben viele Hunde leider zu dick. Wieso?

Übergewicht? Nein, kein Gramm zu viel!

Ich achtete von Anfang an streng darauf, dass Sandy kein Übergewicht bekam, um ihre Gelenke nicht unnötig zu belasten.

Gleiches galt natürlich für Kari. Nachdem er vier Jahre im Tierheim auf Beton und vorher möglicherweise auch draußen – wie in Ungarn oft üblich – gelebt hatte, musste man davon ausgehen, dass auch seine Gelenke und sein Bewegungsapparat unter diesen Bedingungen gelitten hatten. Als er zu uns kam, hatte er natürlich überhaupt keine Kondition, da er sich im Tierheim ja nicht groß bewegen konnte. Also bekam er ein "Muskelaufbau-Programm", bis er mit Sandy mithalten konnte.

Sookie kam als Jungspund, zwar untrainiert, aber mit der Energie eines Junghundes. Bei ihr hat es daher nicht lange gedauert, bis sie konditionell die Großen eingeholt hatte.

Ich halte meine Hunde allesamt konsequent schlank. Unser Tierarzt stimmt mit mir überein: Er ist ebenfalls der Meinung, dass besonders Hunde mit Gelenkproblemen oder einer Gefährdung zu erkranken am besten sehr schlank sein sollten.

Wie bleiben unsere Hunde schlank?

Eine Wissenschaft mache ich nicht daraus. Ich schaue mir die Hunde regelmäßig an, und wenn ich meine, einer hat etwas zu viel zugelegt oder ist im Gegenteil etwas zu dünn, passe ich die Futterrationen entsprechend an, bis das Bild wieder stimmt.

Sandy durfte im hohen Alter ein klein wenig mehr wiegen als früher, damit sie eine Reserve hatte. Bei ihr durfte ich figurtechnisch in den letzten Lebensjahren nicht mehr bis ans Limit gehen. Hatte sie früher wie ein Scheunendrescher gefuttert, blieb im Alter manches Mal eine gute Portion im Napf zurück. An manchen Tagen fraß sie generell schlecht. So war es quasi unmöglich, dass sie überhaupt zu dick wurde.

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